Stotterer-Selbsthilfe Köln e.V.

Berühmte Stotterer

WER STOTTERT IST IN BESTER GESELLSCHAFT…
 
Seit Menschengedenken gibt und gab es in allen Sprachen, Kulturen und Gesellschaftsschichten stotternde Menschen, darunter befinden sich natürlich auch so einige berühmte Persönlichkeiten. Nachstehend eine kleine Auswahl von berühmten Stotternden aus den letzten Jahrhunderten bis in die Gegenwart.
 

DemosthenesDemosthenes brüllte ca. 350 v. Chr. mit Kieseln im Mund gegen die Brandung an und wurde ein berühmter Redner.

 

Sir Isaac NewtonSir Isaac Newton (1641 – 1727). Der Engländer legte die Grundlagen der modernen Physik. Als Parlamentarier äußerte er sich nur einmal – er wollte das Fenster schließen.

Albert EinsteinAlbert Einstein (1879 – 1955). Der bedeutende Physiker stotterte als Kind. Seine Eltern hielten ihn für geistig behindert. Später veränderte er durch seine Forschung maßgeblich das physikalische Weltbild.

King George VI King George VI. (1895 – 1952). Der Oscar-prämierte Film „The King’s Speech“ über das bewegte Leben von König George VI. sensibilisierte 2010 die breite Öffentlichkeit zum Thema „Stottern“.

Marilyn MonroeMarilyn Monroe (1926 – 1962). Durch ihre unverwechselbare gehauchte Stimme kaschierte Marilyn ihr Stottern und betörte Millionen von Menschen. Scatman JohnScatman John, alias John Larkin (1942 – 1999). Der US-Jazzpianist machte aus der Not eine Tugend: Er sang über sein Leiden und widmete sein erstes Album allen stotternden Menschen.
Bruce WillisBruce Willis (geb. 1955). In seiner Schulzeit wurde dem Actionhelden das Theaterspielen als Therapie gegen das Stottern empfohlen. Rowan AtkinsonRowan Atkinson (geb. 1955). Auch Rowan Atkinson war während seiner Studentenzeit in Oxford Mitglied einer Theatergruppe. Später kreierte er die wunderbar schrullige und kauzige Figur „Mr. Bean“, die nur das Allernötigste spricht.
Julia RobertsJulia Roberts (geb. 1967). Sie stotterte in ihrer Kindheit, wird aber angeblich nicht gerne daran erinnert. Ihr Bruder Eric Roberts, ebenfalls Schauspieler, zeigt bis heute hin und wieder Symptome. Der GrafDer Graf. Der Sänger der Musikband Unheilig stottert seit seiner Kindheit. Lehrer rieten ihm, bloß keinen Beruf zu ergreifen, in dem er viel Kontakt zu Menschen hat. Heute ist er einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Künstler und hat sein Stottern akzeptiert.

…und gut zu wissen – all diese Persönlichkeiten haben ihre berufliche Karriere und Ziele nicht von ihrem sprachlichen Handicap abhängig gemacht!

 

Übersicht der Bildnachweise
Demosthenes: C.Steuter – Stotterer-Selbsthilfe Köln e.V., Mit freundlicher Genehmigung der Stadt Köln – Römisch-Germanisches Museum
Sir Isaac Newton: Sir Godfrey Kneller [gemeinfrei], via Wikimedia Commons
Albert Einstein: By Photograph by Oren Jack Turner, Princeton, N.J. (The Library of Congress) [gemeinfrei], via Wikimedia Commons
King George VI.: von Matson Photo Service [gemeinfrei], via Wikimedia Commons
Marilyn Monroe: By Milton H. Greene [gemeinfrei], via Wikimedia Commons
Scatman John: Mit freundlicher Genehmigung der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. (www.bvss.de)
Bruce Willis: von Rafael Amado Deras (flickr) [CC-BY-2.0], via Wikimedia Commons
Rowan Atkinson: By Gerhard Heeke (Photo taken by Gerhard Heeke.) [CC-BY-SA-2.0-de], via Wikimedia Commons
Julia Roberts: By United States Government (cropped: Congressman Jim Langevin and actress Julia Roberts/May 2002) [gemeinfrei], via Wikimedia Commons
Der Graf: Erik Weiss – Pressefoto 2012 (Hohenzollernbrücke Köln) – Mit freundlicher Genehmigung des Unheilig Managements – Fansation GmbH (www.unheilig.com)
 

Was ist Stottern?

Stottern äußert sich in wahrnehmbaren Unterbrechungen des natürlichen Redeflusses.

Der sichtbare Teil des Stotterns kann sich in Langziehen, Herauspressen oder Wiederholen einzelner Buchstaben, Silben oder ganzer Worte äußern. Oft ist Stottern auch mit Verkrampfungen der Sprech-, Atem- und Gesichtsmuskulatur verbunden.

Der unsichtbare Teil des Stotterns beeinträchtigt den Stotternden jedoch oftmals viel mehr. Stottern kann zu Redeängsten und einem verminderten Selbstvertrauen führen. Im Extremfall sind sogar Minderwertigkeitsgefühle und eine soziale Isolation des Stotternden die Folge. Oft gehen stotternde Menschen aber auch sehr selbstbewusst mit ihrem Stottern um und lassen sich so von ihrer Behinderung nicht einschränken.

An der Entstehung des Stotterns sind mehrere Faktoren beteiligt, so z.B. eine fehlende Koordination der Sprechmuskeln, Erlebnisse in der Kindheit oder eine Erbanlage.

Die Ausprägung des Stotterns ist bei jedem Betroffenen verschieden und kann abhängig von Situation, Wörtern, Gefühlslage oder körperlicher Verfassung stark schwanken. Im Moment des Stotterns weiß der Stotternde genau, was er sagen möchte, ist aber nicht in der Lage, es störungsfrei herauszubringen. Daher gibt es auch nicht die Therapie oder die Sprechtechnik, die jedem stotternden Menschen in jeder Situation hilft. Stottern lässt sich jedoch durch Therapien und Selbsthilfegruppen soweit verändern, dass es für den Stotternden kein Problem mehr darstellt.

Charakteristisch für das Verhalten von Stotternden ist das Vermeiden von Wörtern und/oder Situationen, bei denen sie fürchten, stottern zu müssen. Alltägliche Situationen, wie z.B. der Kauf einer Fahrkarte, können dadurch eine große Belastung darstellen. Die Angst vor dem Stottern und der Wunsch, es zu vermeiden, kann im Extremfall das gesamte Leben (Ausbildung, Beruf, Freundschaften, Partnerschaft, Freizeitaktivitäten) beherrschen.

Diese Informationen sind bewusst recht kurz gehalten. Wollt Ihr Euch darüber hinaus noch weiter über das Thema Stottern informieren, so klickt doch einen der folgenden Links an:

Bundesvereinigung Stotterer-Selbsthilfe e.V.
Dies ist der Zusammenschluss aller Stotterer-Selbsthilfegruppen Deutschlands. Die BV ist die zentrale Anlaufstelle für fachliche Beratungen zu Therapieansätzen, Bestellung von Ratgebern und Informationsmaterial, Öffentlichkeitsarbeit, Planung von Aktionen u.v.m.
   
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Thema Stottern
Dies ist die deutsche Übersetzung der Stuttering FAQ von Thomas David Kehoe. Es werden Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Stottern gegeben. Dabei wird behandelt, was Stottern ist, welche Therapien es gibt, und es werden Quellen für Stotterer und Stottertherapeuten genannt.
   
Informationsblätter
Hier gibt es eine Übersicht über alle verfügbaren Informationsblätter, die bei der Bundesvereinigung Stotterer-Selbsthilfe bestellt werden können.

Wie finde ich die richtige Therapie?

Das Feld der Sprachheiltherapeutik ist sehr umfangreich. Nur wenige niedergelassene Therapeuten haben sich auf das Störungsbild „Stottern“ spezialisiert, insbesondere für Erwachsende. Es gibt auch keine Idealtherapie, denn jedem Betroffenen kann eine andere Therapieform helfen. Daher sollte man genau hinschauen welche Therapieform und welchen Therapeuten man auswählt.

Unser Tipp:
Seid skeptisch bei Therapieangeboten, die nach kurzer Zeit eine völlige Heilung versprechen. Diese gehören sehr wahrscheinlich zu den unseriösen Angeboten.

Viele unserer Mitglieder sind therapieerfahrende Stotterer, die sehr flüssig sprechen und ihr Leben mit kaum Einschränkungen meistern. An unseren Gruppenabenden bietet sich die Möglichkeit mit den Mitgliedern über die verschiedenen Therapieformen und -ansätze Erfahrungen auszutauschen. Zusätzlich haben wir ein Verzeichnis für Köln und Umgebung mit Therapieadressen.

Das Therapeutenverzeichnis wurde von der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. erstellt und beinhaltet Sprachheiltherapeuten/ Logopäden, die speziell im Bereich Stottertherapie ausgebildet worden sind.

Für offen gebliebene Fragen, die im Rahmen der Gruppenabende nicht beantwortet werden konnten, möchten wir an dieser Stelle ebenfalls auf die kostenlose telefonische Fachberatung der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. aufmerksam machen. Hier beraten euch unabhängige, erfahrene Stottertherapeuten persönlich und informieren euch über die verschiedenen Ansätze und Methoden der Stottertherapie.

Kontakt zur online Fachberatung im BVSS-Forum
Durch diese öffentliche Form der Beratung gibt es auch die Möglichkeit an den Fragen und Antworten anderer Ratsuchender teilzuhaben. Bitte habt aber Verständnis dafür, dass sich nicht jede persönliche Fragestellung für eine Onlineberatung eignet und die Vermittlung individueller Therapeutenadressen hier vorerst nicht möglich ist.

Hinweise für Nicht-Betroffene

Es gibt bei Gesprächen zwischen stotternden Menschen und Nicht-Betroffenen kein richtig oder falsch. Das Wichtigste ist, begegnen Sie Ihrem Gegenüber mit Respekt, bleiben Sie locker und zwanglos.

Jeder Stotternde empfindet unterschiedliche Dinge während einer Gesprächssituation als belastend, gegen die er zusätzlich zur Herausforderung des Sprechens ankämpfen muss. Falls der Betroffene Interesse zeigt, sich mit Ihnen über seine Symptomatik Stottern zu unterhalten, sollten Sie Ihre Fragen und Unsicherheiten ansprechen und zusammen versuchen einen gemeinsamen Weg des Kommunizierens zu finden.

Wir geben hier daher nur Tipps, die im Umgang miteinander helfen können:

  • Versuchen Sie Vorurteile abzubauen!

Leider werden in Filmen die Rollen von Witzfiguren oder Tollpatschen gerne durch Stotternde dargestellt. Dieses entspricht nicht der Realität und Stottern hat auch nichts mit Intelligenz zu tun! – Betroffene und berühmte Persönlichkeiten

 

  • Vermeiden Sie gut gemeinte Tipps!

Das Stottern ist keine schlechte Angewohnheit. Wenn all diese Ratschläge wirklich helfen würden, wäre das Stottern für uns kein Problem mehr.

 

  • Versuchen Sie uns Zeit zugeben!

Bitte haben Sie Geduld, unter Zeitdruck fällt es uns schwer zu sprechen. Beachten Sie, dass Druck auch durch Gestik und Mimik aufgebaut werden kann.

Darüber hinaus können Sie aktiv zu einer entspannten Gesprächs-Atmosphäre beitragen indem Sie Ihr eigenes Sprechtempo drosseln. Das nimmt den Stotternden das schlechte Gefühl mit der Geschwindigkeit eines „Normalsprechers“ mithalten zu müssen und gibt ihm zudem die Gelegenheit eventuell erlernte Techniken aus der Sprachtherapie in Ruhe anzuwenden.

Des Weiteren können wir uns leichter in Gesellschaft einbringen, wenn Gesprächspartner uns durch Redepausen oder Blickkontakt bewusst Raum zum Sprechen signalisieren oder uns direkt ansprechen bzw. einbeziehen.

 

  • Versuchen Sie Stotternde ausreden zu lassen!

Jemandem ins Wort fallen ist unter Normalsprechenden eine Unart, die ungern gesehen wird. Das sehen wir Stotternden genauso!

Eine weitere Unsitte bei Gesprächen zwischen Normalsprechenden und Stotternden ist das Fortführen eines Satzes bei auftretenden Blockaden. Dieses kann bei sehr starken und lang anhaltenden Blockierungen von einigen Stotternden als hilfreich angesehen werden. Die meisten Betroffenen empfinden dies aber als Entmündigung. Wir möchten unsere Gedanken gerne selbst äußern, auch wenn es manchmal eventuell etwas länger dauert.

Eine kleine Anekdote aus einer Situation im Flugzeug:
Die Stewardess fragt einen Stotternden nach dessen Getränkewunsch.
Der Stotternde antwortet: “Ich hätte gerne ein Tttttt…, ein Tototo…“
Die Fluggastbegleiterin serviert einen Tomatensaft – der Stotternde schaut irritiert!
Nachdem die Dame ein weiteres mal Getränke anbietet – bestellt der Stotternde: “ein Tototo… Tonic Water!“ – jetzt serviert die Stewardess das Tonic Water irritiert!“

 

  • Versuchen Sie auf den Inhalt zu achten!

Stellen Sie sich vor, Sie treffen auf jemanden mit einem ausgeprägten Dialekt. Hier werden Sie vermutlich auch verstärkt auf den Inhalt und nicht auf das „wie“ des Sprechens achten.

 

  • Versuchen Sie natürlichen Blickkontakt zu halten!

Achten Sie mal darauf wie Sie es mit dem Blickkontakt bei Normalsprechenden halten. Durch das Wegschauen bei Redeflussstörungen, wie es fälschlicherweise in der Gesellschaft oft verbreitet ist, entziehen Sie dem Stotterer ihre Aufmerksamkeit und signalisieren Desinteresse! Aber bitte verfallen Sie auch nicht in das andere Extrem und starren Ihren Gesprächspartner an.

 

Da der persönliche und kommunikative Umgang miteinander sehr vielschichtig ist, können diese Tipps das persönliche Gespräch und den Erfahrungsaustausch mit uns Betroffenen nicht ersetzen. Daher laden wir Sie herzlich ein an einem unserer Gruppenabende teilzunehmen!


Zum 40. Vereinsjubiläum, im Jahre 2014, finanzierte die Kölner Gruppe ein bundesweites Aufklärungsfaltblatt für nicht Nicht-Betroffene. Dieses Faltblatt kann über die BVSS kostenfrei angefordert werden.

Hinweise für Therapeuten

Die Selbsthilfe kann als Therapie vorbereitende, begleitende oder nachbereitende Maßnahme ein wichtiger Bestandteil des Behandlungskonzeptes sein. Selbsthilfe und Therapie sind keine Konkurrenz, sondern können sich hervorragend ergänzen. Eine Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe zusätzlich zu einer Einzeltherapie ist empfehlenswert.collage03

Eines der Kernstücke für eine erfolgreiche Stottertherapie ist die langfristige Umsetzung des Erlernten im Alltag. Hier können sich unsere Aktivitäten in der Selbsthilfegruppe gut mit einer Therapie ergänzen. So können Sprechtechniken oder Verhaltensweisen, die innerhalb der Therapie vermittelt wurden, in der Selbsthilfegruppe in den verschiedensten Situationen (z.B. organisierte Rollenspiele, Telefon- und „in-vivo“-Trainings sowie in Lese- und Gesprächsübungen) angewandt und Erfahrungen darüber ausgetauscht werden.

Wir wissen all zu gut, dass Rückfälle in alte Sprech- und Verhaltensmuster eher die Regel als die Ausnahme sind!

Ermutigen Sie doch Ihre Patienten zu einem Besuch in unserer Gruppe, bei Bedarf  schicken wir Ihnen für sich und Ihre Patienten gerne Informationsmaterial zu – Kontaktformular –.

 

Da wir hier in Köln und Umgebung als Interessenvertretung stotternder Menschen immer an einem Austausch mit Therapeuten und Logopädenschülern interessiert sind, freuen wir uns natürlich auch über Ihre Erfahrungen, Anregungen und Positionen und laden Sie herzlich ein zu einem unserer Gruppenabende.

Bei Rückfragen und Anregungen stehen wir Ihnen hier auch gerne und jederzeit zur Verfügung – Kontaktformular –.

 

Beratungsangebot für Stottertherapeuten
Dass das Stottern auch eine Herausforderung für Therapeutinnen und Therapeuten ist, weiß auch die Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. und bietet für fachliche Fragen gemeinsam mit der Interdisziplinären Vereinigung der Stottertherapeuten e.V. jeden zweiten Montag eine Hotline als Unterstützung an. Hier werden Sie von erfahrenen Stottertherapeuten mit langjähriger Erfahrung und vertieften Kenntnissen in den aktuellen Ansätzen kollegial beraten und unterstützt.

Vorurteile & Klischees

Unsere Gedanken sind nicht frei, selbst wenn wir fest daran glauben. Jeder von uns hat einen bestimmten Gedanken im Kopf, wenn er einem anderen Menschen das erste Mal begegnet, dieser Gedanke wird vor allem durch das Aussehen oder das Verhalten des anderen bestimmt – wer blond, dunkelhäutig oder auffällig tätowiert ist, weiß wie es ist in Schubladen gesteckt zu werden.

Wir möchten hier mit althergebrachten Vorurteilen und Klischees über das Stottern aufräumen:

 
Klischee: Stotternde Personen sind dumm.
Realität: Es gibt keine Zusammenhänge zwischen Stottern und Intelligenz!


Klischee: Stotternde Menschen haben einen Tick oder sind psychisch gestört.
Realität: Stottern ist eine körperlich bedingte Sprechbehinderung und basiert nicht auf einer psychischen Störung. Es kann vorkommen, dass Betroffene zusätzlich zum Stottern eine sekundäre Symptomatik entwickeln, wie beispielsweise auffällige Verkrampfungen der Gesichtsmuskulatur oder Körpermitbewegungen, um vermeintlich besser über eine Stotterblockade hinwegzukommen.


Klischee: Stottern ist auf Zuhörer übertragbar/ansteckend.
Realität: Stottern ist nicht übertragbar! Jüngste Forschungen legen nahe, dass die Genetik, die individuelle neuromuskuläre Entwicklung sowie die Umgebung eines Kindes, inklusive familiendynamischer Prozesse, eine Rolle beim Entstehen von Stottern spielen.


Klischee: Stress verursacht Stottern.
Realität: Wie bereits erwähnt, ist das Stottern von vielen Faktoren abhängig. Stress ist nicht die Ursache von Stottern, kann Stottern aber zu Tage bringen bzw. situationsabhängig verstärken.


Klischee: Stottern wird durch Nervosität verursacht.
Realität: Nervosität und Lampenfieber kann, wie bei jedem Menschen auch, situationsabhängige Redeunflüssigkeiten begünstigen, ist aber nicht die grundsätzliche Ursache.

Ein Beispiel zur Verdeutlichung:
Während eines öffentlichen Auftrittes kann ein Nicht-Betroffener vor Aufregung ins Stocken geraten, weil er im Moment des Vortragens nicht weiß was er sagen will oder wie er es am besten ausdrücken soll.
Der Stotternde hingegen stottert, weil er in dem Moment neurophysiologisch nicht in der Lage ist das Wort auszusprechen, jedoch in den allermeisten Fällen genau weiß was er sagen möchte.
Beides sind Redeunflüssigkeiten mit unterschiedlicher Ursache!

 

 

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